Institut für Musik, Imagination und Therapie

in Berlin (IMIT)

Das Institut für Musik, Imagination und Therapie in Berlin (IMIT) wurde 2001 gegründet, um die Möglichkeiten therapeutischer und sozialer Arbeit mit Musik und Imagination bekannter zu machen.  IMIT bietet dazu postgraduale Weiterbildungen für verschiedene Berufsgruppen an.

1. die zertifizierte psychotherapeutisch fundierte Weiterbildung in „Guided Imagery and Music nach Helen Bonny“ bzw. „The Bonny Method of Guided Imagery and Music“ (BMGIM)  für ärztliche und nichtärztliche PsychotherapeutInnen, MusiktherapeutInnen und Kreativtherapeuten mit Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde

2. den Zertifikatskurs „Musikimaginative Methoden“ (MiMe) für MusiktherapeutInnen und PsychotherapeutInnen sowie für SozialpädagogInnen, MusikpädagogInnen, MusikschullehrerInnen und anderen Vertretern sozialer Berufe,  die in ihren Berufen übende und erlebniszentrierte Methoden mit Musik und Imagination einsetzen möchten.

 

1.Die Weiterbildung in der Bonny Methode Guided Imagery and Music (BMGIM) 

Guided Imagery and Music (BMGIM) ist eine integrative, psychodynamisch fundierte rezeptiv musiktherapeutische Methode mit psychotherapeutischem Selbstverständnis. Sie wurde in den USA von Helen Bonny begründet und entwickelt sich weltweit weiter. Die Inhalte der Weiterbildung werden auf den folgenden Seiten näher beschrieben.

In Deutschland wurden die Curricula  dreier Institute von der amerikanischen Association for Music and Imagery (AMI) zertifiziert. Absolventen AMI zertifizierter Weiterbildungsinstitute haben die Berechtigung den Titel Fellow der AMI (FAMI) zu tragen und Guided Imagery and Music nach Helen Bonny  anzuwenden. Die drei Institute unterscheiden sich jedoch in ihren Schwerpunktsetzungen und Zielgruppen.

2. Der Zertifikatskurs „Musikimaginative Methoden“ (MiMe)

Da BMGIM für Patienten mit noch instabiler seelischer Struktur oft zu herausfordernd sein kann, ist die Arbeit Musikimaginativen Methoden wie sie im Zertifikatskurs vermittelt werden, eine hervorragende Alternative. Es wird nicht mit langen explorativen und zu herausfordernden Imaginationsreisen, sondern mit einzelnen (nicht unbedingt klassischen) Musikstücken und kurzen Musikreisen übend, erlebniszentriert und ggf. auch konfliktzentriert an einem bestimmten  Fokus zu arbeiten. Dies ist besonders für TherapeutInnen, die in Kliniken mit psychisch oft schwer kranken Menschen arbeiten, sehr hilfreich.  Der Einsatz musikimaginativer Methoden kann so langfristig auf die Arbeit mit der Bonny Methode vorbereiten und auch in der Arbeit mit Gruppen angewendet werden, und letzteres auch in pädagogischen Zusammenhängen oder im Bereich von Coaching. Hier können sie Lernpozesse unterstützen, die mit Hilfe von Musik z. B. die Erlebnisfähigkeit erweitern, Kreativität und Fantasie anregen, die Körperwahrnehmung und Achtsamkeit verstärken, Mentalisierungprozesse unterstützen und die Sprachentwicklung fördern.

Die Weiterbildung  umfasst 4 Module über etwa 1,5 Jahre mit insgesamt 96 Seminarstunden. Weitere Informationen über die Weiterbildungsinhalte können unter info@frohne-hagemann.de angefragt werden.

Über Qualifikation und Aufnahme von TeilnehmerInnen in die beiden Weiterbildungen entscheidet die Ausbildungsleitung in einem Eignungsinterview.

Die Weiterbildungen werden vom IMIT und der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft e.V. (DMtG) zertifiziert. IMIT kooperiert auch mit den skandinavischen Weiterbildungsinstituten für GIM, die Mitglied der European Association for Music and Imagery (EAMI) sind.

Das IMIT ist Mitglied der Ständigen Ausbildungsleiterkonferenz der privatrechtlichen musiktherapeutischen Studiengänge, „SAMT“. Studierende der privatrechtlichen Studiengänge in der SAMT erfüllen die Anwartschaft zum „zertifizierten Musiktherapeuten“ der DMtG.

Eine Liste von GIM Therapeutinnen, LehrtherapeutInnen und SupervisorInnen, die im IMIT ausgebildet wurden finden finden Sie auf dieser Website unter „GIM-Therapeutinnen“.